
Noch ein Mal schlafen, dann haben alle Sinnfragen und Selbstzweifel, ob man seine Tage auf Erden denn auch richtig nutzt, vorerst ein Ende. 15.00 + 18.00 + 21.00 Uhr lautet in den nächsten 12 Tagen der EM-Vorrunde die Zauberformel zur Glückseligkeit. Ich fürchte mich zwar jetzt schon vor dem kalten Entzug und dem tiefen Loch, in das man in den zwei Ruhetagen zwischen Gruppenphase und Achtelfinale fällt. Doch die Vorfreude überwiegt.
Heute vielleicht noch im Wald spazieren, eine Theatervorstellung besuchen, in ein Konzert oder ins Kino gehen. Sich von engen Freunden oder Freundinnen verabschieden, die sich nicht für Fußball interessieren. Tipps abgeben, Bier einkaufen, Empfangsgeräte testen und Kalender checken. Eventuelle (unverständliche) Planungs- oder Koordinierungsfehler mit Arbeitszeiten oder Familienterminen können vielleicht noch im letzten Moment korrigiert werden.
Meine persönlichen „Public Viewing“ Empfehlungen: Der Brandstetter und Das Jetzt, beide in Hernals. Das Satchmo im dritten Bezirk. Das Flanagans Pub beim Schwarzenbergplatz und das Shebeen Pub in der Lerchenfelderstraße. Keine Massen und keine Plastikbecher, dafür (halbwegs
) entspannte Atmosphäre und fußballerprobte Belegschaft bzw. Gäste. Wie sagt es ein enger Kollege und Freund so gerne beim Fortgehen: „Ab jetzt Vollgas!“